Oberbürgermeister Walter Hoffmann, der SPD Fraktionsvorsitzende Hanno Benz, der Landtagsabgeordnete Michael Siebel und viele andere mehr haben sich inzwischen mehrfach klar und deutlich dahingehend geäußert, dass die Finanzierung des Wiederaufbaus der Turnhalle an der Goetheschule nun gesichert sei. Über 2.000 Menschen im Johannesviertel zählen auf ihr Wort.
Es ist die Zeit der Fakten. Und jeden Tag wird es spannender für die Eltern und Schüler der Goetheschule. Stehen OB und Stadtverordnete zu ihren Ankündigungen oder waren es wieder einmal nur warme Wahlkampfsprüche? Wird der Wiederaufbau der Turnhalle am 2. Dezember verabschiedet oder muss der Kampf der Elterninitiative in eine weitere Runde gehen? Das vermeintlich Selbstverständliche, eine Grundschule mit regulärem Sportunterricht, ist für das Kernteam der Initiative inzwischen zu einem Nerven aufreibenden Nebenjob geworden, der viele Wochenstunden verschlingt. Umso mehr sehnen sich die Eltern der Goetheschule nach einem Beschluss, einem greifbaren Ergebnis, das dem schulischen Notstand ihrer Kinder ein Ende bereitet. Denn eines steht fest: Der Beschluss allein ist nur der erste Schritt. Die unverzügliche Umsetzung des Wiederaufbaus zum Frühjahr muss das eigentliche Ziel sein, denn es ist bereits viel Zeit verloren. Für Planung und Entscheidungsfindung. Für Genehmigung und Durchführung des Abrisses.
"Wenn es hier um eine zusätzliche Leistung ginge, um den Ausbau einer intakten schulischen Einrichtung beispielsweise," erklärt Ilse Koss, die Sprecherin der Initiative, "es würde ja kein Mensch etwas sagen. Tatsächlich geht es aber um die Wiederherstellung der Grundversorgung der Schüler. Eine Turnhalle, die baufällig war und den Brandschutzbestimmungen nicht mehr entsprach, wurde abgerissen. Jetzt muss die Sanierung durch den Wiederaufbau abgeschlossen werden, damit der reguläre Unterricht wieder stattfinden kann und die Kinder in ihrer Entwicklung nicht beeinträchtigt werden. Es kann nicht sein, dass in einer Stadt, die sich Wissenschaftsstadt nennt, ein Zurück zur Graswurzelpolitik notwendig ist, um einer alten, renovierungsbedürftigen Grundschule zu ihren Grundrechten zu verhelfen. Da scheinen die Prioritäten doch entschieden falsch gesetzt und man überlegt sich, was man noch wählen soll."
Es zeigt sich erneut: Es ist die Zeit der Fakten. Wenn über 10% der wahlberechtigten Darmstädter in wenigen Initiativen engagiert sind, muss das für die regierenden Fraktionen ein Alarmsignal sein. Bleibt zu hoffen, dass sie die Zeichen richtig erkennen und zu deuten wissen.





